Mobilität

Der Vorstand der Liechtensteinischen Industrie- und Handelskammer befürwortet einhellig den Ausbau der S-Bahn Liechtenstein (Medienmitteilung S-Bahn).

Für die LIHK steht ausser Frage, dass sich mit dem Ausbau der S-Bahn brachliegendes Potential erschliessen lässt: Zahlreiche Mitarbeitende der liechtensteinischen Firmen wünschen sich Verbesserungen im öffentlichen Verkehr und signalisieren eine hohe Bereitschaft, auf den ÖV umzusteigen. Der Verpflichtungskredit für die S-Bahn ist als eine Investition in die Zukunft eines wettbewerbsfähigen Standorts zu betrachten. Die liechtensteinische Wirtschaft trägt wesentlich dazu bei, dass Liechtenstein den Spielraum hat, solche Investitionen in die Infrastruktur zu tätigen.

Mobilität und Wirtschaftsstandort Liechtenstein

Moderne Volkswirtschaften sind ohne eine gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur undenkbar. Ein rascher, zuverlässiger, reibungsloser und staufreier Personen- und Warentransport ist ein wichtiger Standortfaktor. Die Verkehrsinfrastruktur entwickelt sich zu einem entscheidenden Faktor im globalen Standortwettbewerb.

Bereits seit dem Jahr 2002 befasst sich die Arbeitsgruppe Betriebliches Mobilitätsmanagement (damals noch Projektgruppe Pendelverkehr genannt) der LIHK aktiv mit aktuellen Mobilitätsthemen. Durch den regelmässigen Erfahrungsaustausch optimieren die Mobilitätsverantwortlichen aus vielen LIHK-Mitgliedsunternehmen laufend ihre Massnahmen im betrieblichen Mobilitätsmanagement (BMM). Das BMM trägt dazu bei, den arbeitsbedingten Individualverkehr zu reduzieren und das tägliche Verkehrsaufkommen zu verringern, um den nötigen Verkehr fliessen zu lassen und die Umwelt zu schonen. Die LIHK-Mitgliedsunternehmen kommen dem Nachhaltigkeitsgedanken nach und fördern mit dem BMM umweltschonendes Verhalten. Jedes Unternehmen gestaltet sein BMM individuell, abgestimmt auf die eigenen Bedürfnisse und die eigene Betriebskultur.

Der Wirtschaftsstandort Liechtenstein soll sich zukunftsgerichtet entwickeln und ein attraktiver Standort für Unternehmen und Arbeitskräfte bleiben. Um die regionale und internationale Erreichbarkeit und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu erhalten, braucht es vorausschauendes Planen und Handeln, und es braucht heute Investitionen in den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur – und damit Investitionen in die Zukunft.

Die LIHK setzt bei der Mobilität auf eine Vielfalt an Massnahmen, die einander sinnvoll ergänzen und zu einem verkehrseffizienten Ganzen führen. Ein erster unabdingbarer Schritt ist für die LIHK der Ausbau der Schieneninfrastruktur auf der Linie Feldkirch-Buchs, um international und regional angeschlossen zu bleiben.

Die LIHK ist überzeugt davon, dass nur durch ein Zusammenspiel der verschiedenen Verkehrsträger zukunftsorientierte, langfristige und kluge Lösungen gefunden werden können. Deshalb hält die LIHK das Mobilitätskonzept 2030 der liechtensteinischen Regierung für den richtigen Ansatz: Die im Mobilitätskonzept 2030 enthaltenen Massnahmenpakete und Leitprojekte zielen auf eine Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur, damit die hohe Lebensqualität und Standortattraktivität auch in Zukunft gewährleistet sind.