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Carnet ATA
 
Die Abkürzung ATA bedeutet «Admission Temporaire – Temporary Admission». Es handelt sich um ein sehr praktisches Dokument, welches von einem früheren Direktor der Genfer Handelskammer und ersten Delegierten der Vereinigung der schweizerischen Handelskammern (Alliance), Herrn Charles Aubert, erfunden wurde. Er war sich bewusst geworden, dass die Industriellen, Uhrmacher, Fabrikanten aller Arten von Waren, welche für ihre Produktepräsentationen ins Ausland reisten, mit enormen Schwierigkeiten beim Grenzübertritt zu kämpfen hatten. Vorallem die Zollabgaben waren ausserordentlich hoch.
 
 
Das Prinzip des Carnet ATA
 
1955 wurde die Idee geboren, ein Dokument zu schaffen, mit welchem es möglich werden soll, mit Waren alle Grenzübertritte ohne hohe Kosten überqueren zu können. Das war natürlich nicht möglich ohne das Einverständnis der Zollverwaltungen der betroffenen Länder. So wurden mit zahlreichen Ländern in Europa Abkommen abgeschlossen. Heute sind Länder aus allen Kontinenten beteiligt.
 
Das Prinzip des Carnet ATA funktioniert wie folgt: Der Kunde wendet sich an seine Handelskammer und lässt sich das Dokument ausstellen. Gegen eine Gebühr, die vom Wert der zu exportierenden Waren abhängt, stellt die Handelskammer das ein Jahr lang gültige Carnet ATA aus. Carnets ATA können ausgestellt werden für Warenmuster, Berufsmaterial und Waren, die an Ausstellungen und Messen vorgeführt werden.
 

Wie funktioniert das System ATA in der Praxis ?
 
Die Handelskammern der 70 Mitgliedländer der ATA-Kette garantieren im Falle einer nicht erfolgten Wiederausfuhr der mit einem Carnet ATA gedeckten Waren die Zahlung der Eingangsabgaben im besuchten Land. Bis auf den heutigen Tag gab es keinen einzigen Fall von nicht bezahlten Eingangsabgaben. Der Weltzollrat in Brüssel wacht über die internationalen Abkommen, welche das ATA-System steuern. Die Handelskammern sind im World ATA Carnet Council (WATAC) mit Sitz in Paris vertreten.
 
 
 
Stand: 23. Januar 2013
 
 
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