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70 Jahre Arbeitsfrieden: LIHK und LANV feiern langjährige Sozialpartnerschaft
Vaduz, 10. Mai 2019. Die Liechtensteinische Industrie- und Handelskammer (LIHK) und der Liechtensteinische ArbeitnehmerInnenverband (LANV) haben vor 70 Jahren den ersten Gesamtarbeitsvertrag abgeschlossen. Der Inhalt des Vertrags hat sich verändert, nicht aber die Bedeutung und die Wichtigkeit der Sozialpartnerschaft.
 
Es war am 11. Mai 1949, als die damalige Industriekammer und der damalige Liechtensteinische Arbeiterverband nach intensiven Gesprächen ihren ersten sogenannten Arbeitsvertrag abgeschlossen haben. Ein Meilenstein für den Werkplatz Liechtenstein. Die gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Verbänden LIHK und LANV hält bis zum heutigen Tag an. So auch die Überzeugung, dass ein Miteinander im Sinne des Werkplatzes Liechtenstein und damit verbunden auch im Sinne der Gesellschaft ist. „Es ist ein besonderer Tag, sowohl für die LIHK als auch den LANV, und wenn wir so zurückblicken, stellen wir fest, dass sich die Umstände zwar verändert haben, ein Grossteil der Themen aber gleich geblieben ist“, sagt Sigi Langenbahn, Präsident des LANV.
 
So hatten die beiden Vertragsparteien schon damals das Thema Arbeitszeit gesamtvertraglich festgehalten. Eine Arbeitswoche wurde während 6 Tagen und 48 Stunden absolviert. Ein weiteres Thema, das auch heute verhandelt wird, waren Lohnuntergrenzen. Damals, im Jahr 1949, wurde der Lohn alle 14 Tage ausbezahlt. Frauen und Männer wurden für die gleiche Arbeit ganz offiziell unterschiedlich entlohnt. So erhielt ein Hilfsarbeiter 1.50 Franken pro Stunde und eine Hilfsarbeiterin 80 Rappen - heute undenkbar. Die LIHK und der LANV sind sich einig, dass gerade im Bereich Lohngleichheit in den vergangenen Jahren grosse Schritte in die richtige Richtung gemacht wurden.
 
„Austausch auf Augenhöhe“
 
Neben einigen zentralen Themen hat sich auch an der Zusammenarbeit der beiden Verbände wenig verändert. „Auch heute setzen wir uns gemeinsam an einen Tisch und legen Wert auf einen Austausch auf Augenhöhe“, sagt Klaus Risch, Präsident der LIHK. „Wir versuchen, gemeinsam die beste Lösung für alle zu finden.“ Trotzdem ist die Arbeitswelt heute eine andere als vor 70 Jahren. Gerade die Digitalisierung stellt eine grosse Herausforderung dar. Deshalb ist für beide Seiten klar: Die Aus- und Weiterbildung der Arbeitnehmenden ist das A und O.
 
Die LIHK und der LANV haben in den vergangenen Jahrzehnten viel erreicht. „Wir dürfen mit Stolz und Freude auf 70 Jahre sozialen Frieden zurückblicken“, sagt Klaus Risch. Sigi Langenbahn ergänzt: „Und diese respektvolle Sozialpartnerschaft wünschen wir uns auch für die Zukunft.“ Beide Verbandspräsidenten sind sich einig: „Auf weitere Jahre der guten Zusammenarbeit!“

 

Bildlegenden (v.l.n.r.): Fredy Litscher, Gewerkschaftssekretär LANV, Martina Haas, stv. Geschäftsführerin LANV, Sigi Langenbahn, Geschäftsführer LANV, LIHK-Präsident Klaus Risch, Brigitte Haas, stv. Geschäftsführerin LIHK, Josef Beck, Geschäftsführer LIHK

 


 

 

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