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Liechtensteinische Industrie behauptet sich weltweit

Vaduz, 28. Juli 2017. Der Auslandsumsatz der Industrie-Mitgliedsunternehmen der Liechtensteinischen Industrie- und Handelskammer (LIHK) hat im Jahr 2016 um 2,3 % gegenüber Vorjahr zugelegt. Das Umsatztotal beträgt 6,7 Milliarden Franken, welches die 32 Unternehmen in insgesamt 158 Ländern generieren. Damit konnte der leichte Rückgang von 1,3 % im Geschäftsjahr 2015 kompensiert werden. Diese Zahlen widerspiegeln, dass liechtensteinische Produkte auf dem Weltmarkt geschätzt und konkurrenzfähig sind. Vor dem Hintergrund der erschwerenden Umstände, insbesondere mit der immer noch durchwachsenen Weltkonjunktur und dem starken Schweizer Franken, kann dieses Resultat in Summe als gut beurteilt werden.

 

 

Die Schweiz ist nach Deutschland und USA der drittwichtigste Handelspartner

 

In den zehn umsatzstärksten Absatzländern allein wird von den LIHK-Industrie-Mitgliedern rund 72 % des gesamten Auslandsumsatzes erwirtschaftet. Deutschland ist seit Jahren auf dem ersten Platz der absatzstärksten Länder. Knapp gefolgt wird Deutschland von den USA. Die Schweiz ist mit etwas Abstand der drittwichtigste Handelspartner. Weil der liechtensteinische Markt für Industrieprodukte äusserst klein ist, ist die Schweiz für viele liechtensteinische Industrieunternehmen zum eigentlichen Heimmarkt geworden. Die engen und guten Beziehungen zur Schweiz sind deshalb sehr wichtig für den Industriestandort.

 

 

Der EWR bildet mit einem Anteil von 43,5% oder 2'927 Millionen Franken mit deutlichem Abstand den wichtigsten Absatzmarkt für liechtensteinische Industrieprodukte, gefolgt vom amerikanischen Kontinent mit 21,1% oder 1'418 Millionen Franken und Asien mit 19,6% oder 1'319 Millionen Franken. Im Vergleich zum Vorjahr wuchsen die Umsätze in Nord-, Mittel- und Südamerika stärker als in der Schweiz und im EWR-Raum. Neben den traditionellen Märkten in Europa und Nordamerika werden jene in Asien sowie Mittel- und Südamerika für die Industrieunternehmen immer wichtiger.

 

 

10‘000 Beschäftigte in den LIHK-Industriebetrieben

 

In der LIHK sind alle grossen liechtensteinischen Industrie-Unternehmen, aber auch mittlere und kleine Betriebe vertreten. Bei diesen 32 Industrie-Unternehmen arbeiteten Ende 2016 rund 10‘000 Beschäftigte in Liechtenstein und rund 50‘000 weitere in 240 Auslandsniederlassungen in 70 Ländern der Welt.

 

Von den in Liechtenstein Beschäftigten sind rund 80 % Berufsleute mit Lehrabschluss und Mitarbeitende mit höherer Ausbildung. Die über 400 Lernenden machen einen Anteil von rund 4 % der Beschäftigten aus. Die Anzahl der Angelernten nimmt seit Jahren ab, deren Anteil beträgt noch gegen 17 %. Im für die Zukunft des Industriestandorts Liechtenstein wichtigen Bereich Forschung und Entwicklung ist in den letzten zwanzig Jahren der Anteil der Beschäftigten von 9 % auf rund 24 % angestiegen; das zeigt die grosse Bedeutung, welche die Betriebe diesem Bereich beimessen.

 

 

485 Millionen Franken pro Jahr in Forschung und Entwicklung investiert

 

Der hohe Stellenwert von Forschung und Entwicklung (F+E) gilt als einer der Erfolgsfaktoren der liechtensteinischen Industrie. Um im internationalen Wettbewerb mitzuhalten, sind die Betriebe dauernd gefordert. Die grossen Konzerne genauso wie die KMU festigen ihre starke Stellung dank unermüdlicher Innovation.

 

Der Personal- und Sachaufwand für F+E in den Industrie-Mitgliedsunternehmen der LIHK ist 2016 weiter kräftig angestiegen und betrug rund 485 Mio. Franken. Die Kosten fallen in der Forschungs- und Grundlagenentwicklung, in der Produktentwicklung oder in der Verfahrensentwicklung an. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung entsprechen einem Anteil von 8 % des liechtensteinischen Bruttoinlandsprodukts (BIP). Im internationalen Vergleich sind diese Aufwendungen der Privatwirtschaft überdurchschnittlich hoch.

 

 

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